Testmobil, Impfmobil, und jetzt wieder Notfall-Krankentransportwagen: Kreis und Stadt übergeben Fahrzeug mit Geschichte in neue Bestimmung

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Er hat schon einiges erlebt und ist gleichzeitig in Top-Form: Der Krankentransportwagen (KTW), der kürzlich vor dem Kreishaus in Landau seiner neuen Bestimmung übergeben wurde.

Das Fahrzeug wird künftig als Notfall-Krankentransportwagen der Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Landkreises Südliche Weinstraße und der Stadt Landau eingesetzt. Die SEG ist eine interkommunale Katastrophenschutzeinheit und wirkt im medizinischen Katastrophenschutz mit. Das Fahrzeug kann zur Behandlung und zum Transport von Verletzten und Erkrankten bei Einsätzen der Katastrophenschutzeinheit eingesetzt werden. Der KTW wird beim DRK Ortsverein Herxheim stationiert und dort ehrenamtlich besetzt.

„Wir wissen, was wir an unseren Rettungsorganisationen im Landkreis und in der Stadt Landau haben,“ betonten Landrat Dietmar Seefeldt (SÜW) und Oberbürgermeister Dominik Geißler (LD) vor Ort. „Die interkommunale Schnelleinsatzgruppe soll bestmöglich für etwaige Krisen oder Katastrophen gerüstet sein, daher beschaffen wir alle notwendigen Fahrzeuge beziehungsweise investieren in die gebotenen Umrüstungen.“

Das Fahrzeug

Im Rahmen der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie konnten Landkreis und Stadt den KTW gebraucht für 17.000 Euro kurzfristig von der Rettungsdienst Südpfalz gGmbH erwerben und bauten ihn für weitere 2.200 Euro zum Corona-Abstrichmobil um. Anschließend nutze das mobile Impfteam den Wagen.

Jetzt wird das Fahrzeug wieder seinem ursprünglichen Zweck entsprechend eingesetzt: Als
Notfall-Krankentransportwagen. Für die medizinische Ausstattung sowie den Wiedereinbau  des Digitalfunk haben Stadt und Kreis im Jahr 2024 insgesamt 26.500 Euro investiert.

Die SEG
Kreis und Stadt erfüllen ihre Pflichtaufgabe im medizinischen Katastrophenschutz unter anderem durch eine Delegation der Aufgabe „Schnelleinsatzgruppe“ an die im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen. Aufgaben der Schnelleinsatzgruppe sind die medizinische Notfallbehandlung, der Transport sowie die temporäre Unterbringung und Betreuung von Personen.

Bereits seit dem Jahr 2000 betreiben der Landkreis und die Stadt Landau eine gemeinsame
Schnelleinsatzgruppe, in der aktuell das Deutsche Rote Kreuz (Kreisverbände Südliche Weinstraße und Stadt Landau) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (Ortsgruppe Landau) mitwirken. Die Konzeption der Schnelleinsatzgruppe wurde im Jahr 2024 komplett überarbeitet.

Dabei wurden auch die Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe im Ahrtal berücksichtigt. Landkreis und Stadt beschaffen daher, im Einklang mit dem Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Katastrophenschutz im Landkreis, in den nächsten Jahren zahlreiche Fahrzeuge, um die interkommunale Schnelleinsatzgruppe bestmöglich auf etwaige Herausforderungen vorzubereiten.

Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Stadtverwaltung Landau und der  Kreisverwaltung Südliche Weinstraße.

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